Alles natürlich.

Bioabfälle richtig entsorgen

Wie in der Natur!

Bioabfälle sind ...

biologisch abbaubare, pflanzliche, tierische oder aus Pilzmaterialien bestehende Abfälle im Sinne des § 3 Abs. 7 KrWG. Bis zu 50% der in privaten Haushalten in Haus und Garten anfallenden Abfälle, sind Bioabfälle.

Zu den Bioabfällen gehören ...

| Baumschnitt | Blumenreste | Eierkartons | Fallobst | Gartenabfälle | Gemüsereste | Kaffeesatz | Küchenabfälle - pflanzlich | Laub | Obstreste | Pflanzenreste | Rasenschnitt | Schnittblumen - verwelkt | Strauchschnitt | Teereste mit Filter und Beutel | Topf- und Balkonpflanzen - verwelkt | Unkräuter | und ähnliches ... |

Als biologisch abbaubarer Abfall können auch Haushaltspapier und unbeschichtetes Zeitungs- und Knüllpapier entsorgt werden, soweit diese genutzt werden, um im Bioabfallbehälter Feuchtigkeit und Gerüche zu binden.

Mehr erfahren Sie im Abfall ABC und über die ABIKW Sortierhilfe.

Keine Bioabfälle sind ...

| flüssige Küchenabfälle | Speiseöle und -fette | tierische Erzeugnisse | Speisereste mit tierischen Bestandteilen | Zigarettenkippen | Asche | Kehricht | Staubsaugerbeutelinhalte | Haustierstreu | Tierkot | Windeln | Hygienepapiere | Plastiktüten | Küchen- und Speiseabfälle aus Restaurants, Cateringeinrichtungen und gewerblichen Küchen |

Das sind keine Bioabfälle im Sinne des § 3 Abs. 7 KrWG und darum gemäß § 11 (3) Abfallwirtschaftssatzung "getrennt bereitzuhalten und zu überlassen", bzw. gemäß AEB-ABIKW "ausgenommen von der Entsorgung als Bioabfall".

Überlassen, oder ...

Bioabfälle sind zu überlassen ...

Gemäß § 17 KrWG müssen Erzeuger und Besitzer Bioabfälle, die in privaten Haushalten angefallen sind, dem öffentlich rechtlichen Entsorgungsträger - hier der ABIKW GmbH - überlassen (Überlassungspflicht), wenn sie diese nicht selber verwerten können oder wollen.

Umgesetzt wird die Überlassungspflicht für Bioabfälle durch die Festlegungen des Anschluss- und Benutzungszwangs gemäß §§ 8, 9 und 10 der Abfallwirtschaftssatzung des Landkreises Anhalt-Bitterfeld.

oder selbst zu kompostieren ...

Eine Verwertung von Bioabfällen durch ihre Erzeuger und Besitzer kann nur in Form einer Eigenkompostierung auf dem an die öffentliche Abfallentsorgung angeschlossenen Grundstück erfolgen.

Abfallvermeidung ist Grundpflicht

Die Grundpflichten gemäß § 7 KrWG werden durch die Überlassungspflicht nicht unterlaufen. Gemäß § 7 KrWG hat die Abfallvermeidung immer Vorrang vor der Abfallverwertung und vor der Abfallbeseitigung. 

Abfallbehälter!

Zugelassene Bioabfallbehälter nur mit Chip

Gemäß 20 der Abfallwirtschaftssatzung sind Bioabfälle, die überlassen werden sollen, entweder in den hier aufgeführten, zugelassenen Bioabfallbehältern zu sammeln ...

| 120 Liter Bioabfallbehälter | 240 Liter Abfallbehälter | 1.100 Liter Bioabfallbehälter - alle mit Chip |

oder in den offiziellen Biosäcken (auch erhältlich in den Kundenbüros) mit dem Aufdruck der ABIKW GmbH, bzw., wenn ...

es sich um sperrige Grün- und Gartenabfälle handelt, zu bündeln und am Umleertermin neben einem Bioabfallbehälter zur Mitnahme bereitzustellen/-legen.

Chip und Identsystem

Alle Bioabfallbehälter sind mit einem Chip ausgerüstet. Jede Umleerung wird mittels der an den Sammelfahrzeugen installierten Leseeinrichtungen des Identsystems registriert. Per Datenfunk wird jeder Datensatz, bestehend aus Chipnummer, Datum und Umleerurzeit, zur Weiterverarbeitung in die zuständigen Abteilungen der ABIKW bzw. der TÖNSMEIER Entsorgung Köthen geschickt.

  • Mehr zum Identsystem erfahren Sie hier.

  • Antworten auf Fragen zum Identsystem beantworten wir hier.

Abfallbehälter werden gestellt

Die Bioabfallbehälter werden, nach Anmeldung über die ABIKW Kundenbüros für Grundstücke in den Kreisgebieten Bitterfeld und Zerbst von der ABIKW GmbH, bzw. der ABIKW Ndl. Zerbst und für Grundstücke im Kreisgebiet Köthen von der TÖNSMEIER Entsorgung Köthen GmbH bereitgestellt. Sie gehen nicht in das Eigentum der Kunden über.

Bereitstellen!

 

Durchführung der Entsorgung gemäß § 21 Abfallwirtschaftssatzung

Aufstellplätze für die Abfallbehälter

Die Aufstellplätze der Biotonnen (und auch der Restabfallbehälter und Papiertonnen) müssen vom Entsorgungsfahrzeug gut erreicht werden können. Der Ladevorgang muss problemlos möglich sein. In § 21 (3) Abfallwirtschaftssatzung heißt es weiter ... "Die Abfallbehälter sind an befestigten Straßen auf dem Fußweg an der Bordsteinkante oder am Fahrbahnrand innerhalb der öffentlichen Verkehrsfläche abzustellen."

Bereitstellung und Umleerung 14-täglich

Biotonnen werden ganzjährig vierzehntäglich nach Tourenplan umgeleert, wenn sie zum Termin bis 6 Uhr morgens, mit geschlossenem Deckel bereitgestellt worden sind.

Grünschnittbündel | Astlänge max. 1,50 m | Astdurchschnitt max. 5 cm | je Abfuhrtermin max. 3 m³ | Masse je Bündel max. 35 Kilogramm | die gefüllten, 60 Liter fassenden, offiziellen ABIKW Biosäcke sowie im Januar jeden Jahres die Weihnachtsbäume, werden ebenfalls entsorgt, wenn sie neben der Biotonne bereitstehen/-liegen.

Die Biotonnen sollen nach der Umleerung vom Grundstückseigentümer bzw. Nutzer möglichst zeitnah wieder auf das Grundstück zurückgenommen werden.

Termin verpasst?

Haben Sie es verpasst, Ihre Biotonne pünktlich bereitzustellen, kann deren Umleerung erst 14 Tage später, zum nächsten Umleertermin erfolgen. Einzelne Behälter einer Tour außerhalb des Tourenplanes umzuleeren, ist nicht möglich.

Kontaktdaten für Rücksprachen mit den in Ihrem Kreisgebiet zuständigen Entsorgungspartner.

Tonnenhygiene!

Biotonnen richtig befüllen

Bitte füllen Sie Bioabfälle immer locker in die Biotonne ein. Verpacken Sie feuchte Bio-Küchenabfälle zur Entsorgung, vor allem im Winter, in Haushaltspapier oder einem Bogen Tageszeitung. Von den handelsüblichen Biotüten nutzen Sie bitte ausschließlich diejenigen aus Papier. Herbstlaub und andere große Mengen gleichartiger Gartenabfälle niemals in die Biotonne einpressen. Auch das kann zu Probelmen bei der Entleerung führen.

Eine Biotonne soll immer an einem schattigen Platz stehen, der Deckel kann leicht geöffnet sein. Wenn zwischen den Umleerungen ein oder zweimal etwas Gesteinsmehl oder Gartenkalk auf die Bioabfälle gestreut wird, werden Feuchtigkeit gebunden und Gerüche verhindert.

Ähnlich, wie auch bei der Eigenkompostierung, ist es auch gut für eine hygienische Biotonne, wenn feuchte und trockene Bioabfälle abwechselnd eigefüllt oder etwas Häcksel- oder Strukturmaterial (kleinen Ästen oder Sägespänen) zwischen die Küchenabfälle gestreut werden.

Restmengen?

Restmengen in der Biotonne

Falls Ihre Biotonne im Zuge der Umleerung, insbesondere im Winter, einmal nicht ganz leer geworden ist, berücksichtigen Sie bitte, ...

  • dass immer Sie als Abfallerzeuger und Nutzer der Biotonne durch ihr Einfüllverhalten dazu beitragen, ob diese komplett entleert werden kann,

  • dass es für Bioabfälle, die nach der Umleerung im Abfallbehälter verblieben sind keinen Entgeltnachlass bzw. keinen Ersatzanspruch gibt, und ...

  • dass es den Müllwerkern untersagt ist in die Biotonne zu greifen, etwa um festgefrorene Küchenabfälle oder verklemmte Äste zu lösen, wenn diese im Zuge des Umleervorganges, nicht allein aufgrund der Schwerkraft von selber aus dem Behälter herausfallen.